Akademische Kunstsammlung

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Inventarnummer:KU000781
Objektbezeichnung:Porträtgrafik
Titel:Schweden, Christina Königin v. (1629-1689)
Sachgruppe:Bildwerke/Angewandte und Bildende Kunst, Glasmalerei - Druckgrafik/Druckerzeugnisse
Darstellung/Ikonografie:Mensch - Porträt - Kopfbild - Halbprofil (Dreiviertelansicht); Königin; Oval
Künstler*in:Merian, Matthaeus, der Ältere (1593 - 1650)
Orte:Frankfurt am Main (Herstellungsort)
Technik:Druckverfahren - Tiefdruck - Kupferstich; Druckverfahren - Tiefdruck - Radierung
Materialien:Papier
Stil/Epoche:Europäische Stile und Perioden - Barock
Maße:Platte: H 17 cm x B 12,5 cm Blatt: H 32 cm x B 20 cm Passepartout: H 40 cm x B 30 cm
dargestellte Personen:Christine, Schweden, Königin (1626 - 1689)
Provenienz:Universität Greifswald. Kustodie d-nb.info/gnd/10197505-3
Beschriftungen:CHRISTINA D. G. SVECORVM. GOTHORVM. / VANDALORVMQE REGINA. etc. (Titel unter dem Bildoval); I/2, v. Merian um 1650, 17,5x12,5 cm / Schweden, Christina Königin v. (1629-1689) / DM 130, (maschinenschriftlich und handschriftlich auf Klebeetikett auf der rückseite des Passepartouts)
Datierung1650, um 1650
Objektbeschreibung:Textabbildung einer Buchseite 1179, Frauenporträt im Dreiviertelprofil nach rechts, Korkenzieherlocken bis auf Schulter, schulterfreies Kleid, Kronenbrosche am Dekolletee
Objekttexte:Nach dem Tod Ihres Vaters, des schwedischen Königs Gustav II. Adolf 1632 bei Lützen, trat die damals unmündige Christina die Königsnachfolge an. Mit ihr begann in Vorpommern und an der Greifswalder Universität die schwedische Regierungszeit. Eine Vormundschaftsregierung führte unter maßgeblichen Einfluss Axel Oxenstierna die schwedische Politik weiter, bis Christina 1644 als 18jährige selbst an die Spitze der Regierung trat. Bereits 1654 entsagte sie freiwillig der Krone. Christina gehörte zu den bedeutendsten Frauengestalten des 17. Jahrhunderts. Sie war eine Mäzenin der Künste und Wissenschaften. Während ihrer Regierungszeit widmete sie sich auch dem Wiederaufbau der Greifwalder Universität und der Überwindung der Krise durch den 30-jährigen Krieg in Vorpommern. In einer 1649 selbst abgefassten Denkschrift erklärte die schwedische Königin, die Greifswalder Alma mater so zu fördern, dass sie zu der ihr gebührenden Blüte gelange. Unter den von Christina unterzeichneten Dokumenten unsere Universität betreffend, zählt auch ein 1653 in Stockholm ausgefertigtes Schreiben, in dem sie eine Visitation des Universitätsamtes Eldena anordnete.
Literatur:J. P. Abelinus, „Theatrvm Evropævm Oder Außfühliche vnd Warhafftige Beschreibung aller vnd jeder denckwürdigen Geschichten, so sich .. so wol im Religion- als Prophan-Wesen vom Jahr Christi 1617. biß auff das Jahr 1629. .. sich begeben und zugetragen haben. Theatrum Europaeum, oder Außführliche und warhafftige Beschreibung aller und jeder denckwürdiger Geschichten so sich hin und wieder in der Welt fürnämlich aber in Europa und Teutschen Landen, so wol im Religion- als Prophan-Wesen, vom Jahr Christi .̤ zugetragen ; [1. Teil]“. Merian, Franckfurt am Mayn, 1635., Ausgabe nach 1648 S. 21-22
Kontakt:Kustodie der Universität Greifswald
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