Akademische Kunstsammlung

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Inventarnummer:KU000170
Objektbezeichnung:Gemälde
Titel:Köppen, Nikolaus
Sachgruppe:Bildwerke/Angewandte und Bildende Kunst, Glasmalerei - Gemälde, painting
Darstellung/Ikonografie:Protestantische Amtstracht; Beffchen; Perücke
Technik:Malerei - Ölmalerei
Materialien:Leinwand
Maße:Bildmaße: H: 89 cm, B: 74 cm
dargestellte Personen:Köppen, Nicolaus (1668 - 1739)
Provenienz:Universität Greifswald. Kustodie d-nb.info/gnd/10197505-3
Beschriftungen:NIKOLAUS KOPPENIUS / S. S. THEOL: D. et PROFESSOR / Lingv: orient. ordinarius. / N. 1668 d 7 Aug. Den. 1730 d 14 Apr. (auf dem Gemälde oben)
Datierung:18. Jahrhundert
Objektbeschreibung:Halbporträt nach rechts, protestantische Amtstracht, Beffchen, Allongeperücke, Familienwappen rechts
Objekttexte:Nikolaus Köppen (*7. August 1668, Wolgast, †14. April 1739, Greifswald) war der Sohn von Emanuel Köppen, Registrator am Wolgaster Hofgericht, und dessen Frau Emerentia Rose. 1675 zog seine Mutter mit ihm wegen des Krieges von Wolgast nach Greifswald und bald darauf nach Stralsund. Hier wurde Köppen auf dem Stadtgymnasium von Joachim Kempen, Henrici, Willich und Heinrich Piper ausgebildet. Als 1679 der Friede wieder hergestellt war und das Hofgericht von Wolgast nach Greifswald verlegt wurde, starb sein Vater. Daraufhin vertraute Emerentia Rose ihren Sohn Jacob Wolf und Jacob Prillwitz zur Erziehung an der Greifswalder Stadtschule an, wo er schon 1682 und 1684 öffentliche Reden hielt. Im darauffolgenden Jahr wurde er an der Universität Greifswald immatrikuliert und studierte bei Joachim Rosenow, Johann Christoph Rosteuscher, Ehrgott Daniel Colberg, Nikolaus Christian Remmelling und Paul Pomian Pesarovius, der gerade aus Rostock nach Greifswald gekommen war. Die alten Sprachen erlernte er bei Brandanus Heinrich Gerhardi und Theologie bei Jakob Henning und Nikolaus Dassow. 1689 disputierte er bei Henning zu einem theologischen Thema. Anschließend zog er an die Universität Wittenberg, wo er bei Nathanael Falck und Caspar Löscher disputierte. Von Wittenberg aus besuchte er 1692 die Universitäten Leipzig und Halle. 1963 promovierte er an der Philosophischen Fakultät in Greifswald. In den folgenden zwei Jahren arbeitete er als Hauslehrer für Professor Alexander Caroc. Danach begab er sich nach Hamburg, wo er unter anderem die Lehrveranstaltungen von Johann Friedrich Mayer besuchte. Hier widmete er sich, wie schon in Halle, den rabbinishcen Studien Esdra Edzardi und Martin Murray. Von Hamburg aus ging er nach Kiel. Nach Greifswald zurückgekehrt, bot er einige Lehrveranstaltungen an. Im Zuge der Visitation der Universität wurde er schließlich 1699 von König Karl XII. zum außerordentlichen Professor der Philosophie ernannt. 1702 wurde dieser Titel in eine Adjunktur umgewandelt. Schließlich disputiert er 1704 unter Johann Friedrich Mayer und wurde Baccalaureus der Theologie. 1708 war er der aussichtsreichste Kandidat für die Professur der orientalischen Sprachen, doch wurde ihm der Schwede Harald Haselgren aus Uppsala – der erste Schwede, der seit 1637 in Greifswald einen Lehrstuhl erhielt – vorgezogen. Erst nach dessen Rückkehr nach Schweden (1711) und einer längeren Vakanz berief der dänische König Friedrich IV. ihn 1718 zum Professor für orientalische Sprachen. 1727 heiratete er Christina Dorothea Helwig, die Tochter des Professors der Medizin Christoph Helwig. Die Ehe blieb kinderlos. Drei Jahre darauf erwarb er den theologischen Doktorgrad.
Literatur:„Greifswalder Köpfe : Gelehrtenporträts und Lebensbilder des 16. - 18. Jahrhunderts aus der pommerschen Landesuniversität“. Hinstorff, Rostock, 2006., S. 114-115
Kontakt:Kustodie der Universität Greifswald
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