Akademische Kunstsammlung

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Inventarnummer:KU000191
Objektbezeichnung:Gemälde
Titel:Gerdes, Henning Christoph
Sachgruppe:Bildwerke/Angewandte und Bildende Kunst, Glasmalerei - Gemälde, painting
Darstellung/Ikonografie:Mensch - Porträt - halbfiguriges Porträt; Perücke
Künstler*in:Pieron, Johann
Technik:Malerei - Ölmalerei
Materialien:Leinwand
Maße:Bildmaße: H: 89 cm, B: 74 cm
dargestellte Personen:Gerdes, Henning Christoph (1665 - 1723)
Provenienz:Universität Greifswald. Kustodie d-nb.info/gnd/10197505-3
Beschriftungen:HENN. CHRIST. GERDESIUS. / J. U. D. et PROF. ORD: R. CONSISTORII. / et deinde DICAST: DIRECTOR vocatus./ N. 1665 d 27 Sept: . 1723. d 14 May. (auf dem Gemälde oben)
Datierung1737, 1737
Objektbeschreibung:Halbporträt nach rechts, beide Hände sichtbar, roter Samtrock, kurze Lockenperücke
Objekttexte:Henning Christoph Gerdes (*27. September 1665, Wusterhusen, †14. Mai 1723, Greifswald), Sohn des Wusterhusener Pastors Georg Gerdes und der Margareta Caden. Nach dem frühen Tod des Vaters floh die Mutter mit ihrem Sohn vor den Kriegsunruhen nach Greifswald. Hier erhielt er Privatunterricht von Michael Rhode, Martin Götz, Jacob Birenius und Johann Daniel Spalckhaver. Von Jacob Henning, dem späteren Professor der Geschichte in Greifswald, wurde er auf den Universitätsbesuch vorbereitet und begann 1684 mit dem Studium der Rechte bei seinem Onkel Friedrich Gerdes sowie bei Petrus von Mascow und Jacob Balthasar. Danach zog er 1690 an die Viadrina (Frankfurt/ Oder) und setzte sein Studium bei Petrus Schultz und Joachim Rhode fort. 1693 begab er sich gemeinsam mit seinem Bruder David Johann auf eine Bildungsreise durch Deutschland, Holland und Belgien, wobei sie Berlin, Dresden, Wittenberg, Leipzig, Halle, Jena, Nürnberg, Frankfurt, Leyden, Utrecht, Franeker, Gröningen, Bremen, Hamburg, Lübeck, Wismar und Rostock besuchten. Im Jahr 1694 hielt er seine Inauguraldisputation bei Friedrich Gerdes. Seit 1700 ersetzte er Konrad Friedlieb in seiner juristischen Professur und wurde zum Syndikus der Universität ernannt. Nach dem Tod von Friedlieb 1713 erhielt er dessen ordentliche Professur. Vier Jahre darauf promovierte er zum Doktor beider Rechte. 1714 wurde er Beisitzer des königlichen Konsistoriums und 1720 dessen Direktor.
Literatur:„Greifswalder Köpfe : Gelehrtenporträts und Lebensbilder des 16. - 18. Jahrhunderts aus der pommerschen Landesuniversität“. Hinstorff, Rostock, 2006., S. 84-85
Kontakt:Kustodie der Universität Greifswald
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