Akademische Kunstsammlung

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Inventarnummer:KU000136
Objektbezeichnung:Gemälde
Titel:Helwig, Christoph jun.
Sachgruppe:Bildwerke/Angewandte und Bildende Kunst, Glasmalerei - Gemälde, painting
Darstellung/Ikonografie:Mensch - Porträt; Perücke
Technik:Malerei - Ölmalerei
Materialien:Leinwand
dargestellte Personen:Helwig, Christoph (1679 - 1714)
Provenienz:Universität Greifswald. Kustodie d-nb.info/gnd/10197505-3
Beschriftungen:CHRISOPHORUS HELWIGIUS. / MED: D. et PROF. ORDINARIUS. / N. 1679 d 21 Dec. +. 1714. d 16 July (auf dem Gemälde oben)
Objektbeschreibung:Brustbildnis im Dreiviertelprofil nach rechts; Allongeperücke und Spitzenhalstuch; Bildfeld im gemalten Oval
Objekttexte:Christoph Helwig jun.(*21.Dezember 1679, Greifswald, † 16.Juli 1714) wurde als Sohn von Christoph Helwig und der Anna Regina Heune geboren. Seinen Unterricht erhielt er zuerst von Privatlehrern wie Michael Lobes (* 28.September 1661, Greifswald, †1723) dem späteren Pastor in Stralsund. Anschließend besuchte er die Stadtschule in Greifswald unter Daniel Schönemann, Johannes Möseke und Peter Westphal. 1697 wurde er an der Universität immatrikuliert und studierte bei Nikolaus Köppen, Matthäus Clemasius und Brandanus Heinrich Gebhardi. Ursprünglich widmete er sich der Theologie, doch nach dem Tod seines älteren Bruders Johannes Anton im Alter von 27 Jahren, änderte er seine Absichten. Nach dem Besuch von Wittberg, Leipzig und Halle, zog er nach Jena, wo er bei Georg Wolfgang Wedel, einem alten Freund seines Vaters, das Studium der Medizin aufnahm. Außerdem hörte er bei Johann Philipp Slevogt, Johann Adolph Wedel jun., Caspar Posner und Johann Jacob Baier. Danach kehrte er, eine Bildungsreise über verschiedene Fürstenhöfe unternehmend, nach Greifswald zurück. Auf der Reise machte er die Bekanntschaft der Mediziner Gottfried Alberti aus Hannover und Hauneckens ausLübeck. 1703 disputierte er in Greifswald unter Caspar Marchund erhielt die medizinische Doktorwürde. Drei Jahre darauf heiratete er Barbara Emerentia Gerdes (*16. Oktober1682, † 24. Februar 1711), die Tochter des Juristen Friedrich Gerdes. 1707 erhielt er eine medizinische Professur in Greifswald. Ein Jahr nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete er Regina Emerentia Engelbrecht. Zwei Jahre später starb er im Alter von 34 Jahren. Er ist heute noch bekannt durch die von ihm verfassten "Annalen der Medizinischen Fakultät 1456-1714".
Literatur:„Greifswalder Köpfe : Gelehrtenporträts und Lebensbilder des 16. - 18. Jahrhunderts aus der pommerschen Landesuniversität“. Hinstorff, Rostock, 2006., S. 96-97
Kontakt:Kustodie der Universität Greifswald
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